First time: predigtfrei!

Pfarrer_innen haben eigentlich nie wirklich frei. Vor allem dann nicht, wenn der Rest der sozialen Welt ausschläft, ausgiebig frühstückt und abends fett feiern gehen kann, weil am nächsten Tag ja e nochmal ausgeschlafen werden kann. (Achtung Joghurt-Jingle-Ohrwurm!) Weekend- Feeling is nicht mehr.

Ein freier Tag sollte aus Gründen der Burn-Out-Prophylaxe dennoch unbedingt drin sein habe ich im Predigerseminar eingetrichtert bekommen. Das immerhin habe ich einigermaßen holprig in den letzten Wochen hinbekommen. Aber dieses Wochenende hatte ich so richtig frei: kein Gottesdienst, keine hektische Predigtrestvorbereitung – nix. Irre. Und dafür gleich mal Teile meiner geliebten sozialen Welt eingeladen.

Meine Pfarrwohnung ist riesig: 6 Räume, allesamt Durchgangszimmer. Ich könnte hier stundenlang, nun ja, im Kreis laufen.  Seit letzter Woche habe ich endlich auch eine Küche (Frage: Dunstabzugshaube oder Flachbildschirmfernseher?) und bin grob fertig eingerichtet. Seit Freitag waren mit mir 3 weitere Erwachsene, ein Kleinkind und mein zuckersüßes Patenkind-Baby hier. Und so ergab diese riesige Wohnung plötzlich Sinn. Und der Garten mit der roten Schaukel. Pfarrhäuser sind für Pfarrfamilien. Mir fehlt eindeutig die Pfarrfamilie und auch der Pfarrhund.

Bei unserem entspannten Sonntagssaziergang heute entdeckte ich:jede und jeder der hier wohnt hat mindestens einen Hund. Aber die meisten scheinen gleich zwei besorgt zu haben. Wahrscheinlich, damit die Hunde sich nicht langweilen, weil es hier nicht so viel zu bewachen und zu bebellen gibt. Außer die neue Pfarrerin kommt mit einem Schwung attraktiver, bunt gekleideter junger Leute nebst Kinder um die Ecke. Auch die Shetland-Ponys haben sich über unseren Besuch gefreut. Die sind ganz aufgeregt mit ihren kurzen Stummelbeinchen über den Graben gesprungen bzw. eher gehoppelt. Wie Springen sieht das bei diesen possierlichen Tierchen einfach nicht aus, sorry Julchen und Co. Der Besitzer hat extra den Strom vom Zaun genommen und uns dann was vom Pferd, äh, Pony erzählt. Und wir durften die Tiere streicheln, hach. Super nett, aber auch wieder leicht spooky („Ich weiß wer Sie sind.“ Aber die Spange hat er nicht extra erwähnt) .

Frau S. hat übrigens gestern tatsächlich die Treppe geputzt. Mit Kittelschürze und allem drum und dran. Sachen gibts! Ich konnte nicht putzen, ich hatte ja frei. Irre.

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